Reifen · Reifenkauf
Reifenkauf – Reifengröße, Kennzeichnungen und Kosten
Beim Reifenkauf treffen technische Fahrzeugvorgaben, unterschiedliche Reifenarten und gesetzliche Anforderungen zusammen. Reifengröße, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie, Einsatzbedingungen und Reifenkennzeichnungen gehören zu den wesentlichen Merkmalen für die Zuordnung eines Reifens zum Fahrzeug.
Ergänzende Informationen zu Reifenarten, Reifengrößen und Reifenkosten finden Sie auf Kosten-Reifen.de.
Grundlagen beim Reifenkauf
Autoreifen unterscheiden sich nach Abmessungen, Bauart, Tragfähigkeit, zulässiger Geschwindigkeit und vorgesehenem Einsatzbereich. Nicht jeder Reifen einer bestimmten Zollgröße ist deshalb automatisch für jedes Fahrzeug mit entsprechender Felgengröße geeignet.
Für die Zuordnung zum Fahrzeug spielen insbesondere die genehmigten Rad-Reifen-Kombinationen und die technischen Eigenschaften des jeweiligen Reifens eine Rolle.
Fahrzeugzuordnung
Zulässige Reifendimensionen und Rad-Reifen-Kombinationen ergeben sich aus den Fahrzeug- und Genehmigungsunterlagen.
Technische Daten
Reifenbreite, Querschnitt, Felgendurchmesser, Tragfähigkeitsindex und Geschwindigkeitskategorie gehören zu den technischen Reifenmerkmalen.
Einsatzbereich
Sommerreifen, Winterreifen und Ganzjahresreifen unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich Profil, Gummimischung und vorgesehenen Einsatzbedingungen.
Reifengröße und technische Kennzeichnungen
Die Reifenflanke enthält zahlreiche technische Angaben. Eine typische Größenangabe verbindet Reifenbreite, Verhältnis von Flankenhöhe zu Reifenbreite, Bauart und Felgendurchmesser.
Weitere Kennzeichnungen können unter anderem betreffen:
- Reifenbreite
- Querschnittsverhältnis
- Radialbauweise
- Felgendurchmesser
- Tragfähigkeitsindex
- Geschwindigkeitskategorie
- Herstellungskennzeichnung
- weitere Genehmigungs- und Einsatzkennzeichnungen
Nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung müssen Maße und Bauart der Reifen insbesondere zu Belastung und bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs passen.
Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen
Die verschiedenen Reifenarten unterscheiden sich in ihrer technischen Auslegung und ihrem vorgesehenen Einsatzbereich. Für die rechtliche Nutzung bei winterlichen Straßenverhältnissen ist insbesondere die vorgeschriebene Kennzeichnung von Bedeutung.
Sommerreifen
Sommerreifen sind für den Einsatz außerhalb winterlicher Straßenverhältnisse ausgelegt und besitzen entsprechende Profil- und Materialeigenschaften.
Winterreifen
Reifen für winterliche Wetterverhältnisse müssen die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und insbesondere mit dem vorgeschriebenen Alpine-Symbol gekennzeichnet sein.
Ganzjahresreifen
Ganzjahresreifen verbinden Eigenschaften für unterschiedliche Jahreszeiten. Für ihre Verwendung bei winterlichen Straßenverhältnissen gelten ebenfalls die gesetzlichen Anforderungen an Winterreifen.
Weitere Informationen zu den jeweiligen Reifenarten finden Sie unter Sommerreifen, Winterreifen und Ganzjahresreifen.
Profiltiefe und gesetzliche Anforderungen
Für Kraftfahrzeugreifen gelten gesetzliche Anforderungen an Beschaffenheit und Profil. Das Hauptprofil eines Pkw-Reifens muss am gesamten Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern aufweisen.
Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte dürfen Kraftfahrzeuge, soweit keine gesetzliche Ausnahme greift, nur mit Reifen gefahren werden, die die Anforderungen an Reifen für winterliche Wetterverhältnisse erfüllen.
Dazu gehört die Kennzeichnung mit dem Alpine-Symbol, einem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Die frühere Übergangsregel, nach der bestimmte ältere M+S-Reifen noch ausreichten, ist ausgelaufen.
Zu den rechtlich und technisch relevanten Punkten gehören damit unter anderem:
- zulässige Reifendimension
- geeignete Tragfähigkeit
- zulässige Geschwindigkeitskategorie
- gesetzliche Mindestprofiltiefe
- vorgeschriebene Winterreifenkennzeichnung bei winterlichen Straßenverhältnissen
- technisch ordnungsgemäßer Zustand der Bereifung
Informationen zum Wechsel und zur saisonalen Nutzung von Reifen finden Sie unter Reifenwechsel.
FAQ – Häufige Fragen
Welche Reifengröße ist für ein Fahrzeug zulässig?
Die zulässigen Rad-Reifen-Kombinationen ergeben sich aus den Fahrzeug- und Genehmigungsunterlagen. Neben der Reifengröße spielen auch Tragfähigkeit, Geschwindigkeitskategorie und weitere technische Vorgaben eine Rolle.
Wie hoch ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe bei Pkw-Reifen?
Das Hauptprofil muss bei Pkw-Reifen am gesamten Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern aufweisen.
Welche Kennzeichnung benötigen Reifen bei winterlichen Straßenverhältnissen?
Reifen für winterliche Wetterverhältnisse müssen die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und mit dem Alpine-Symbol, einem Bergpiktogramm mit Schneeflocke, gekennzeichnet sein.